Maßnahmen bei Diabetesproblemen (Richtung Überzuckerung)

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SaScha
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Re: Maßnahmen - Überzuckerung oder Protein?

Beitrag von SaScha » 17. Jan 2018, 13:04

Hi Steinchens,

noch ein "PS", das mich dann seit gestern Abend umtreibt. :-)
steinchens hat geschrieben:
11. Jan 2018, 23:34
Das war dann aber auch am Geruch zu merken da wir auch nur mit Globuli und entsprechendem Futter helfen konnten da eben mgl. Zuckerfrei hieß eben auch keine Möhren und auch andere Futterteile checken wieviel Zucker sie haben etc.
Bei uns jetzt heißt es eben komplett selbst mischen und alles an Getreide raussammeln bei Saaten schauen welche nur wenig Protein haben etc.
Hm... bzw mehrere sehe ich gerade *lach* (typisch).
Zum einen: ihr habt für Euch bestimmt eine Saatenliste erstellt mit proteinarmen Saaten? (Getreide gibt es bei uns gar nicht - aber eben Saaten, Nüsse und ab und an Erbsenflocken von hand... alles natürlich proteinreich).
Wärst Du so nett, sie mir (hier oder per pn falls Du das lieber magst?) zukommen zu lassen. Völlig auf eigene karte/Risiko klar - ich bin sowieso ein zwanghafter Nachprüfer ;-) aber es ist weit leichter, einen Faden aufzuwicklen mit einem Ende in der Hand - als das Ende und den gesamten Faden erst neu suchen zu müssen (und ich habe leider sowieso zu viel hier liegen was längst Zeit und einer Antwort bedarf).
Wäre Dir sehr dankbar! *heart*

Denn wenn sich das hier tatsächlich als mögliche Ursache herausstellen sollte, würde ich natürlich sehr gerne vorsichtig in die Richtung gehen, um evtl auch Jimmy zu besserem Sehen verhelfen!!! Er kommt gut klar - aber natürlich würde er gerne so richtig in den Nachbarkäfig schauen können. Statt wie jetzt gebannt seinen kleinen Kopf in alle Richtungen vor dem Trenngitter zu drehen, um mit nase und Ohren möglichst viel von den anderen mitzubekommen (u.v.a.m. Dinge die für einen kleinen schlauen Degujungen wichtig sein mögen, die ich als einfacher Mensch nun nicht voll priorisieren kann :-) )
Denn ja: sie haben beide gleichermaßen Silberäuglein. Aber Jonny hat sich hier in kurzer Zeit weit verbessert und scheint trotz Trübung sehr viel zu sehen. Bei Jimmy ist das schlechter und er agiert auch vorsichtiger sobald etwas neu ist.

Zum anderen (mehr für meine geistige Bibliothek - in der Hffng es nie selber zu brauchen): weißt Du noch was für Globuli ihr bei Euern Nierenpatienten eingesetzt habt?

Mit herzlichem Gruß *winkend*
Sabine
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Octodon
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Re: Maßnahmen bei Diabetesproblemen (Richtung Überzuckerung)

Beitrag von Octodon » 17. Jan 2018, 14:11

Ich hab das letzte Posting kurz überflogen und möchte nur schnell was zu den Erbsenflocken sagen: lass die bitte weg. Sie haben keine wichtigen Inhaltsstoffe, sondern belasten aufgrund des "schlechten" Proteins nur unnötig die Nieren zusätzlich. Gleiches gilt für Ackerbohnen. Auch getrocknete Luzerne sollte generell nicht verfüttert werden.

Hinsichtlich des Proteingehalts im Futter würde ich dahingehend etwas differenzieren zwischen gut und schlecht verwertbarem Eiweiß. Gegen Ölsaaten spricht imho nichts, da der Proteingehalt zum einen erst mit dem Keimen steigt, andererseits aber gerade in Sprossen leicht verdaulich ist. Im Originalzustand bestehen Ölsaaten - wie der Name schon sagt - hauptsächlich aus wertvollen Ölen und wenig Stärke. Was auch gut ist. Also würde ich darauf nicht verzichten.

Im allgemeinen ist es so, dass Diabetes mellitus bei Heimtieren wie Degus nur sehr schwer von anderen Stoffwechselentgleisungen unterschieden werden kann. Selbst ein zu hoher Glukosewert im Harn ist kein 100% Beweis dafür. Sämtliche Stoffwechselerkrankungen haben ähnliche Symptome, u.a. auch Linsentrübung oder Urämie. Das ist wohl das, was Sternchen damit meinte.

Ich werf das hier wirklich ganz bewußt nur schnell und allgemein ins Rennen, da ich nicht den ganzen Thread gelesen habe (keine Zeit). Ich werde das später nachholen, sollte die Info obsolet sein, weil schon ein Hinweis darauf gegeben wurde, lass das Posting einfach unter den Tisch fallen ;)

SaScha
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Re: Maßnahmen bei Diabetesproblemen (Richtung Überzuckerung)

Beitrag von SaScha » 17. Jan 2018, 22:20

Hallo Octodon,

vieles klärt sich sicher beim vollständigen Lesen der letzten 3 Antworten oben. Aber vielen Dank. :-)

So nur kurz hierzu:
Octodon hat geschrieben:
17. Jan 2018, 14:11
Ich hab das letzte Posting kurz überflogen und möchte nur schnell was zu den Erbsenflocken sagen: lass die bitte weg. Sie haben keine wichtigen Inhaltsstoffe
Das habe ich eine Weile auch gedacht und anderen von Erbsenflocken als Leckerli abgeraten.
Aber wenn man genauer hinsieht enthalten Erbsen u.a. (neben Eiweiß - weshalb ich sie ja oben explizit aufgeführt habe und auch wenig gebe ) durchaus auch Nettes: Vitamin B1, Vitamin B2, VitaminB3, Vitamin C, Vitamin E, Kalium, Karotin, Magnesium, Zink.
Im getrockneten Zustand sicher nicht mehr alles genauso wie frisch. Dafür allerdings verräglicher (Lektine waren das wohl).
Aber es gibt Schlechteres um es:

einzeln alle paar Tage in Mengen von 1-2 Stück/Tier als Leckerli von Hand zu füttern.

(Wir sprechen hier - wie oben geschrieben - nicht von einer Praxis in der Futtermischungen mit Erbse, Ackerflocje, tüchtig Trockengemüse und noch ein Schlägle gepoppter Dinkel und Haferflocken gefüttert werden! Die Tiere bekommen frische o getrocknete blättrige Pflanzen und alle Tage Saaten (5:1 bis 4:1) ).

Und dann eben immer noch was zum Betuddeln und zum täglichen Check Abends von Hand. Denn wenn Du Dir alle anderen noch so naturbelassenen Leckerli anschaust, dann ist bei jedem etwas dran, weshalb es ja eben nur einzeln+wenig+nichttäglich gegeben werden sollte. Ob Löwenzahnwurzeln, Trockengemüse, Hirse, Kerne oder Nüsse. Von daher.... spreche ich auch Gruppenmitglieder an, die täglich und viele Erbsenflocken füttern, oder gar die og Mischungen. Habe die grünen Dinger (ohne Zusätze) aber auch in unsere LeckerliBox aufgenommen. Denn wie bei anderen Dingen auch macht es hier die Menge, Häufigkeit und das Gemisch. Mit einer Handvoll PflanzenBlätterBlüten lassen sich die wenigsten Degus abends locken.

Auf dem Weg in eine proteinarme Ernährung sind die Kriterien dann allerdings deutlich andere, deshalb ja auch mein Kommentar oben 🙂

Das mit den Ölsaaten klingt gut :-)
würde ich für den Fall der Fälle eben auch drauf hoffen.... Wobei das ja wirklich erstmal ein Sammeln auf Verdacht ist.
LG Sabine
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Re: Maßnahmen bei Diabetesproblemen (Richtung Überzuckerung)

Beitrag von Octodon » 18. Jan 2018, 09:01

Ja das stimmt, die Dosis macht das Gift, keine Frage. Ich für mich kläre in solchen Fällen ab, welches Leckerli für welche gesundheitliche Disposition am sinnvollsten ist. Ob das einzelne Erbsenflocken mit zweiseitig fraglichen Inhaltsstoffen (wie viel von den ursprünglich enthaltenen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen durch das Walzen und Trocknen wohl noch vorhanden sein mögen zum einen, Proteinproblematik auf der anderen) oder vielleicht doch eher ein Stück Walnuss wäre? Auch wenn die Flocken in solch geringen Mengen vielleicht nicht schaden, aber wirklich gutes tun sie dem Tier andersrum auch nicht wirklich.

Ich habe folgende Beobachtung gemacht: seitdem ich Erbsenflocken und Ackerbohnen aus meinem Futtersortiment entfernt habe - zwangsläufig, als ich anfing selbst zu mischen vor mittlerweile 12 Jahren - und auch auf solche Snacks wie Haferkissen mit Luzerne verzichtete, konnte ich feststellen, dass Erkrankungen mit Beteiligung der Harnwege bei meinen Tieren wesentlich seltener geworden sind. Man darf zudem nicht vergessen, dass die Nieren dieser kleinen Tiere von Haus aus einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind, da der Harn stark konzentriert wird.

Ich hab dazu keine Studien oder andere handfeste Beweise. Es sind nur meine Beobachtungen, und ich gebe auch zu, dass ich nicht 100% verifizieren kann, dass das eine (Weglassen der Snacks mit dem "schlechten" Protein) was mit dem anderen (weniger Erkrankungen der Harnwege) zu tun hat. Ich verlasse mich auch da gerne auf meine Intuition, die mich selten im Stich läßt.

Keine Kritik oder sonstwas wirklich nur ein Hinweis - gerade auch im Hinblick auf die möglicherweise mitlesende Allgemeinheit. Entscheiden kann und muß, wie immer, selbstverständlich jeder selbst.

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Re: Maßnahmen bei Diabetesproblemen (Richtung Überzuckerung)

Beitrag von SaScha » 18. Jan 2018, 09:51

Im Futter hat das alles überhaupt nichts zu suchen.

Und von Getreide oder "gemanschten" Ringen/Kissen aller Art halte ich ebenso wenig - und habe das auch noch nie gefüttert - gibt es doch durchaus nette Alternativen (siehe Leckerli-Aufzählung oben).
Das sehe ich uneingeschränkt ebenso.
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