Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

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Jenny101
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Re: Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

Beitrag von Jenny101 »

Hallo Anna,
das ist lieb, danke ! *knuddel*

Das Bild kann ich auch eingelogged leider nicht ansehen - es wird im DHS-internen-Forum stehen.
Merlins Lippen sind aber in keiner Form auch noch auffällig oder zeigen sich sonst irgendwelche Auffälligleiten an den Mundschleimhäuten (ich habe das noch nie mitgelesen was mein graues Bärchen da hat 😐) ?

Dexis obere Schneidezähne sind damals leider auch von so einem ersten Verfärben dann richtig hässlich schwarz geworden. Also vermutlich ähnlich.
Allerdings nicht gebrochen sondern gesund rausgewachsen. Um so hässlicher fand ich nun, dass jetzt auch die unteren anzufangen scheinen. Wo er doch gerade reichlich AB hinter sich hat - und im täglichen Herbicare auch genug Vitamin D und anderes drin ist, so dass es unnötig und zuviel wäre, zusätzlich Korvimin zu geben.
Aber vielleicht ist ja genau das (AB falls doch von unten vereitert waren und die Vitamine gegen die Demineralisierung ) der Unterschied und sonst wären die auch gebrochen?
Ich war länger nicht so ausführlich auf FB unterwegs und weiss ehrlich gesagt nicht, ob ich (oder Ophelya oder jemand anderes ) Dir das schon mal vorgeschlagen hatte für Merlin?
Schwarze brüchige Schneidezähne können die unterschiedlichsten Ursachen haben (ich rätsele ja auch noch,... 🙁 ). Klar ist aber : sie treten oft auf in Kombi mit Zahnwurzelvereiterungen - auch weiter hinten. Weshalb als erstes ein guter TA gründlich checken muss. Nun das haben wir beide wohl schon ausführlich hinter uns. (Ich habe aber jetzt schon einige Fälle begleitet, da war das exakt so - beim ersten hat mir damals auch Monika virtuell über Ecken auf die Finger geschaut und noch einmal mit Nachdruck drauf hingewiesen.....). Das jetzt aber mehr als wichtigen Punkt für Mitleser mit einem ähnlichen Phänomen, dass sie immer erstmal einen fähigen Degu-Zahn-TA aufsuchen.
Fütterst Du denn auch irgendeinen vitaminisierten Brei? Wenn das nicht der Fall ist (UV B Lampe oder noch Balkonhaltung hast Du mW auch nicht/mehr? Und oft reicht das temporär wohl nicht wenn der Stoffwechsel hier irgendwie mal nicht funktioniert ) - würde ich mit einer ca 3 wöchigen Korviminkur mal schauen, ob es nicht ein wieauchimmerentstandener Mineralienmangel ist. Und man dem Schätzchen damit vielleicht helfen kann, dass wieder feste Zähne nachwachsen.
Nicht nur Minralien geben selbst wenn ein TA das denkt - der soll mal nachlesen. In den letzten 3 Jahren hat sich da bei den TÄ aber auch einiges getan bei dem Thema .... - das geht nur auf die Nieren beim Ausschwemmen. Um Calcium einzubauen braucht es wie Du sicher weißt zB Vitamin D.
Als Pflichttext füge ich hier noch hinzu, dass Du bei Interesse Deinen Arzt (eher nicht den Apotheker) vorher fragen solltest🙂
Im Zweifel und wenn sonst nichts Derartiges zugeführt wird, würde ich das immer probieren wenn ein Degu wackelige, o weiche o brüchige o entfärbte Zähne hat.

Merlin ist glaube ich das süße Silberäuglein über das ich mich in DF kürzlich schon gefreut hatte - ich drücke ihm auch alle Daumen, dass die Zähnchen bald wieder dauerhaft so stehen wo sie stehen sollen. Und gut funktionieren.
Liebe Grüße Sabine
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esmeralda
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Re: Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

Beitrag von esmeralda »

Jenny101 hat geschrieben:
5. Apr 2020, 23:20
....

Aber die Unterlippe sieht merkwürdig schwammig,
hypoton und geschwollen aus. Und alles ist auch sehr feuchtglänzend / "speichelig" da vorne wenn man die Lippe leicht öffnet/ runterzieht. :(

Was ich eben nicht verstehe: sie ist hell und nicht sichtbar gerötet, nicht frisch verletzt - sieht nicht so aus, als ob er dich da jetzt dauernd selber draufbeisse und könne deshalb nicht beißen /kauen.
Krustig ist sie eben auch absolut nicht: weich., weisslich, schwammig.
Einer seiner Kumpels ist wohl an bzw zumindest mit einem Tumor im Mäulchen gestorben, sagte sein Besitzer vor 2 Tagen am Telefon - aber es war nicht der gleiche Wurf. Und ein abgegrentes Geschwulst.

Von daher: ich habe weiter keinen Schimmer, wie das zusammenhängt . Und meine Angst ist natürlich, dass der nächste TÄ da auch ratlos draufschaut.
Bei meiner Merle war auch zuerst keine sichtbare Röte zu erkennen, die Mundschleimhaut sah zudem anfangs vollkommen normal aus.
Was meine Tierärztin allerdings festgestellt hatte, war, dass der Bereich, wenn man die Unterlippe richtig runtergezogen hat, dennoch irgendwie anders aussah. Sie beschrieb dies in etwa so, dass die Schleimhaut in dem Bereich nicht eben und glatt, sondern eher "wolkig" (so war jedenfalls ihre Aussage) aussah. Sie hatte mir den Bereich damals (vor gut 4 1/2 Jahren) versucht zu zeigen, wobei ich leider nicht wirklich etwas erkennen konnte.

Dadurch, dass Merle schon sehr früh damit angefangen, Zahnpatientin zu sein, die in regelmäßigen Abständen zur Kontrolle vorgestellt wurde, kannte meine Tierärztin ihr Maul und Ihren Zahnstatus sehr gut. Aber bei den etwa erst alle 4 Wochen, später dann in längeren Abständen erfolgten Zahnkontrollen sind mit zunehmender Zeit immer seltener kleine Zahnspitzchen oder andere Auffälligkeiten vorhanden gewesen. Im letzten 3/4 Jahr vor Auftreten dieser tumorösen Entwicklung im Bereich zwischen den unteren Schneidezähnen und der Unterlippe gab es überhaupt keine Veränderungen der Zahnoberflächen, sondern es sah alles topp aus.

Aber Merle konnte eben auch nicht richtig fressen, sondern sie tat sich extrem schwer damit und mühte sich regelrecht mit jedem Bissen ab.

Wann ist der Termin in Ettlingen?
Hoffentlich kann man dort feststellen, was Dexi fehlt und ihm dann auch mit entsprechenden Maßnahmen wieder dazu verhelfen, dass er richtig fressen kann.
Liebe Grüße

Monika

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Jenny101
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Re: Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

Beitrag von Jenny101 »

Hallo Monika,

lieben Dank für Deinen Bericht. Von der Hand zu weisen ist es leider nicht, dass Dexis schwammiges helles Gewebe durchaus Ähnlichkeit mit Deiner Beschreibung von Merle aufweist. :(
Wobei bei ihm ja ursprünglich der Biss das ganze zerfurcht/ vernarbt hatte - nur ist die Frage warum das nun so wieder aufflammt bzw sich verändert ("Wildes Fleisch " fiel mir dazu noch ein - es passt aber irgendwie auch nicht so ganz und hätte die TÄ wohl erkannt ).
Wie ging es denn bei Deiner Merle weiter - konnte man es noch irgendwie etwas aufhalten?

Ich hätte mich jetzt so eigentlich erstmal paar Tage nicht gemeldet, denn ich sitze seit gestern ganz vorsichtig auf einer klitzekleinen Wolke-7 was Dexi angeht. Weiß aber sehr gut, dass Stürze von dieser auch sehr häufig sind in solchen Fällen.

Deshalb hatte ich dann auch gestern morgen beschlossen, den Termin in Ettlingen erst einmal etwas aufzuschieben und zu beobachten wie es weitergeht.
Das Baytril hatte ich Samstag nämlich schon gerichtet gehabt und dann erstmal den Bericht hier getippt - denn auch wenn so schnell keiner antworten kann: so hilft das Niederschreiben doch beim Gedankenklären.
Und so hatte ich mich Samstag Nacht dann noch durch einen (recht umstrittenen) Bereich der Alternativmedizin geackert, für den ich mir für Pelle ursprünglich schon Bücher und Mittel gekauft hatte (damals aber ungenutzt weggestellt ).
Mit Dexi bin ich dann noch in der Nacht damit gestartet. Fortgesetzt Sonntag Abend und gestern .

Ob Zufall oder Kausalität:
Gestern (Montag) morgen saß Dexi da als ich die Runde machte - und knabbert relativ fix seine JR-Leckerlimischung. Breikugeln vom Vorabend lagen erstmal völlig unberührt da.
Knabbern, schlucken (schon ab und an mit Köpfchen hoch und Mäulchen reiben und etwas mühen - aber kaum noch und das Abbeissen gelang vor allem). UND ich konnte sehen, dass er dabei auch so ein einzelnes Gras/Stroh-etc-Teilchen was im JR ja auch vorhanden und biss da doch tatsächlich recht gut Stücke von ab und kaute die (wanderte dann aber schon erstmal weiter zum Getreide -Gemüse-Kleinzeug).

Wenn man ihn die letzten 3 Tage davor gesehen hatte, war das ein großer Schritt.

Dexi futterte sich fast den ganzen gestrigen Tag durch JR Deguschmaus und bettelte zwischendrin durch hypnotisches Fixieren um Nachlegen.
Heute morgen genauso. Und er kann schon richtige Stücke von diesen roten Kugeln oder Ackerbohnenflocken abbeißen. Daran war überhaupt nicht zu denken gewesen davor.
Frisches Löwi, Gras &Co blieben allerdings unberührt - auch am Potpourri oder Heu habe ich ihn nicht gesehen.

Es kann natürlich alles Zufall und eine kleine Pause sein von dem "wasauchimmerdadrin/drauf-im Mund-vorsichhinköchelt" . Das weiß ich schon auch.
Und natürlich ist das Leckerlifutter keine gute Ernährung (aber Herbicare ist das auch nicht - und von JR ist er immerhin gute 5 Jahre geworden - auch wenn er weit nicht so fit ist wie das meine ersten Jungs in einem Jahr denke ich immer noch sein werden ) - aber er frisst und das mit sichtbarem Genuss und es sieht auch sonst munter aus.

Das ist also mein Strohhalm / mein kleiner Hoffnungsschimmer gerade und ich möchte diesen Weg erst noch etwas weitergehen mit ihm solange es sich so positiv entwickelt . Gerade da er ja auch schon zweimal bei einer wirklich angesehenen TÄ war und man nichts wirklich machen oder erkennen konnte .
(Die Unterlippe sah gestern Abend für mein Auge allerdings unverändert aus beim Kontrollieren )
Liebe Grüße Sabine
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Re: Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

Beitrag von esmeralda »

Hallo Sabine,
Jenny101 hat geschrieben:
7. Apr 2020, 12:22
… Wie ging es denn bei Deiner Merle weiter - konnte man es noch irgendwie etwas aufhalten?...
Erst wurde genauso wie bei Dexi eine Antibiotikumbehandlung mit Baytril begonnen, in der Hoffnung, dass es eine Entzündung sein könnte, die Merle diese Probleme bereiteten. Dies brachte allerdings keine Besserung, daher wurde versucht, den Veränderung bzw. ihre weitere Ausbreitung durch eine Spritzenbehandlung mit Tarantula wenn nicht zu stoppen, so wenigstens zu verzögern. Dies gelang leider nicht, so dass Merle recht schnell mit nur 3 ½ Jahren eingeschläfert werden musste, weil sie nicht mehr fressen konnte und daher immer mehr abbaute.
Jenny101 hat geschrieben:
7. Apr 2020, 12:22
… Und so hatte ich mich Samstag Nacht dann noch durch einen (recht umstrittenen) Bereich der Alternativmedizin geackert, für den ich mir für Pelle ursprünglich schon Bücher und Mittel gekauft hatte (damals aber ungenutzt weggestellt ).
Mit Dexi bin ich dann noch in der Nacht damit gestartet. Fortgesetzt Sonntag Abend und gestern ...
Magst du dies näher erklären – gerne auch per PN.

Auch wenn es wohlmöglich noch keine wirkliche Entwarnung gibt, scheint es Dexi zumindest besser zu gehen, denn andernfalls würde er nicht fressen, als gäbe es kein morgen mehr. In diesem Fall finde ich persönlich es ziemlich unerheblich, was das Tier dabei frisst, denn man muss sehr wohl abwägen, was hier wichtiger ist. Und meiner Meinung nach ist es die Tatsache, dass es überhaupt Futter aufnimmt.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass es weiterhin aufwärts geht und Dexi wieder gesund wird.
Liebe Grüße

Monika

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Re: Lippe geschwollen, Zähne im Wechsel schwarz, fast nur Brei

Beitrag von Jenny101 »

Hallo Monika,
arme Merle. Blödes sich ausbreitendes Gewebe 😔

Davon hat Dexi wohl schon auch zuviel, leider. Ob sich das nun Fibro-xy, Granulo-xy oder sonstwie nennt (mir schwirrt gerade der Kopf vor lauter unschöner Lektüre. Und es liest sich alles nicht gut von den Aussichten her - Euer Tarantula habe ich bei Therapien gg überschiessendes Gewebe dann direkt auch schon wieder- gesehen. ) .
Magst du dies näher erklären – gerne auch per PN.
PN. Ich schreib Dir morgen.
Liebe Grüße Sabine
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