Schwere Atmung bei älterem Degu

Fragen und Antworten zum Thema Degu-Gesundheit
Forumsregeln
Wichtig: Das Forum ersetzt niemals einen Tierarztbesuch! Bedenkt, dass die meisten hier Laien sind, Antworten dauern können und zudem eine Ferndiagnose kaum möglich ist.
Werft bitte vor einem Beitrag einen Blick in den Krankheiten-Bereich von Degus-Online, in unseren Thread mit wichtigen Hinweisen und weiterführenden Links und nutzt ggf. auch die Suche-Funktion. Die Beiträge der Forenteilnehmer entsprechen nicht zwingend der Meinung des Moderatorenteams bzw. der Betreiber.
murphy
Beiträge: 10
Registriert: 15. Dez 2017, 14:52
Postleitzahl: 94405
Land: Deutschland

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von murphy » 18. Dez 2017, 19:50

@ Dagmar: Achso, dann hab ich das flasch verstanden. Bei Gagamel konnte so keine Erkältung festgestellt werden, da er keinerlei Geräusche auf Herz oder Lunge hatte oder nieste. Auf dem Röntgenbild konnte nur ein gaaaanz kleiner Bereich der Lunge nicht richtig gedeutet werden, daher hat er das Antibiotika bekommen.

Ich hoffe immernoch, dass es das jetzt war und langsam stetig besser wird. Heute konnte ich keine Schnappatmung beobachten, war allerdings auch nicht lange daheim. :(

@Marina: Das hört sich bei dir ja auch voll fies an! ~0 Es ist immer schlimm, wenn nichts hilft. Ich drück für deine Maus auch die Daumen! So eine Narkose ist für einigermaßen fitte Degus ja schon Stress genug. Aber unsere haben sich immer wieder berappelt. Ich denk an euch! *knuddel*

Gagamel wird ja im Frühjahr schon 8. Aber ich denke immer, das ist noch kein Alter!
Ich häng halt auch sehr an ihm. Er wohnt ja schon seit kleiner Knirps bei uns.

Danke für eure Berichte, dann fühlt man sich zumindest nicht so alleine mit dem Problem.

Liebe Grüße,
Franziska

Benutzeravatar
11e48
Beiträge: 19
Registriert: 5. Dez 2017, 20:19
Postleitzahl: 65399
Land: Deutschland

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von 11e48 » 19. Dez 2017, 13:36

Vielleicht hilft es Gagamel ja wenn du versuchst Faktoren, die die Atmung zusätzlich beeinträchtigen können, zu reduzieren. Ich denke dabei z.B. an staubige Einstreu oder ein sehr feinkörniges Sandbad, staubiges Heu, Schimmel in der Wohnung... Der Ansatz wäre hier wirklich, so wenige äußere Faktoren wie möglich zusätzlich negativ Einfluss nehmen zu lassen. Je nachdem welche Streusorte du verwendest könntest Du es z.B. mit Hanf- oder Leinenstreu versuchen, die nach meiner Erfahrung weniger staubt als Holzstreu. Das Sandbad würde ich vielleicht sogar ein paar Tage ganz herausnehmen und dann schauen, ob die Symptome besser werden. Das ist natürlich keine Dauerlösung, aber wenn Du den Eindruck hast, dass es besser ist als zuvor und mit Sandbad dann wieder schlechter wäre das ja schon ein Hinweis und Du könntest andere Sandsorten probieren.

Ist denn ein allergischer Auslöser von der Tierärztin in Betracht gezogen worden oder käme das wegen der Symptome gar nicht in Frage?

murphy
Beiträge: 10
Registriert: 15. Dez 2017, 14:52
Postleitzahl: 94405
Land: Deutschland

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von murphy » 21. Dez 2017, 17:40

@11e48: Vielen lieben Dank für deine tollen Ratschläge. Auf die Idee einer allergischen Reaktion hätte ich gar nicht gedacht.

Gott sei Dank habe ich bei Gagamel seit Montag keine Anfälle mehr gesehen. Ich gehe also davon aus, dass es sich wirklich um eine versteckte Lungenentzündung gehandelt hat, die durch das Antibiotika therapiert werden konnte.
Falls es allerdings wieder solche Probleme bei ihm geben wird, werde ich auf die Ratschläge zurückkommen und die Bedingungen für den Fall optimieren.

Gagamel lebt jetzt seit 7,5 Jahren bei uns und immer mit der gleichen Einstreu und dem gleichen Heu. Fast immer bekommen sie selbstgemachtes Heu und eigen produzierte Holzspäne. Nur wenn mein Papa nicht genug Holz zum Schneiden hat, kaufen wir normales Kleintierstreu. Dass das eigene Streu mehr staubt als käufliches ist mir noch nicht aufgefallen. Es ist zwar feiner, saugt dafür aber besser.

Viele Grüße,
Franziska

murphy
Beiträge: 10
Registriert: 15. Dez 2017, 14:52
Postleitzahl: 94405
Land: Deutschland

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von murphy » 13. Jan 2018, 16:43

Hallo, ich melde mich mal wieder zum Zwischenbericht.

Es ging jetzt eigentlich 2 Wochen ganz gut mit der Atmerei. Aber seit einer Wocher sehe ich ihn immer wieder schwer atmen. Das reicht vom leichten Öffnen des Mäulchens bis hin zur kurzzeitigen Schnappatmung (diese allerdings wirklich sehr kurz ca. gefühlt 10 Sekunden).
Das Gewicht ist stabil, aber immer wenn ich ihn zum Wiegen rausfangen, muss er sehr stark atmen, wie auf dem Video zu sehen ist.
Ansonsen verhält er sich ganz normal wie immer. Laufen, Schlafen, Kuscheln, Fressen, Hüpfen, alles ganz normal.

Jetzt stellt sich mir halt die Frage, ob ich ihn nochmal zum Tierarzt bringe und ihn dort dem Stress aussetze, oder ob ich es lasse.
Beim Tierarzt hat die Ärztin ja gesagt, sie würde nochmal ein Röntgenbild vom seitlichen Kopf machen und die Zähne mit dem Spreizer ansehen wollen. Da aber Gagamel ja beim Wiegen schon solche Schnappatmung hat, würde das vermutlich nur in Narkose gehen. Das ist halt schon ein großes Risiko. Wo es ihm ja ansonsten recht gut geht und er nicht eingeschränkt ist.
Ich will halt nicht, dass er auf der einen Seite leidet und auf der anderen Seite die Narkose nicht übersteht....

Viele Grüße,
Franziska

Benutzeravatar
Mandarine
2. Vorsitzende
Beiträge: 4031
Registriert: 2. Nov 2011, 18:44
Postleitzahl: 85356
Land: Deutschland
Wohnort: Freising

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von Mandarine » 13. Jan 2018, 17:31

Hallo Franziska,

zum wiegen fange ich meine Degus nicht raus. Ich stelle eine flache Küchenwaage in den Käfig und locke die Kleinen dann mit Leckerlies drauf. Je mehr Degus im Käfig sind umso stressiger ist es für den Halter bis jeder mal einzeln auf der Waage gesessen ist :mrgreen: . für die Degus ist es jedoch stressfrei.
Viele Grüße
Mandarine

Unfug
Beiträge: 41
Registriert: 5. Dez 2017, 19:20
Postleitzahl: 67480
Land: Deutschland

Re: Schwere Atmung bei älterem Degu

Beitrag von Unfug » 15. Jan 2018, 22:38

Hallo Franziska,

wenn ich so darüber nachdenke: Bei einem Menschen würde ich mit diesen Symptomen (Atemnot unter Stress, ganz pauschal gesagt) an eine Herzgeschichte denken...
Ich habe vor kurzem einen Degu an Atemnot verloren, bei dem auch nichts festgestellt wurde. Nase war super, Lunge hörte sich gut an, Zähne hatten nichts. Dann bekam ich von Monika den Tipp mit dem Herz. Aber an dem Tag als ich das mit der TÄ thematisieren wollte ist es so schlimm geworden, dass wir ihn gehen lassen mussten. Bei meinem Süßen war die Atmung allerdings durchgehend mit Atemgeräusch verbunden, trotzdem hat er sich relativ normal verhalten (war nur weniger am Rennen, was ja verständlich war).

So als spontaner Gedankenanstoß.

Grüßle,
Johanna

Edit: Ich weiß nicht, ob ein Degu genauso wie beim Menschen ein "Cor pulmonale" bekommen kann, was Lungenprobleme durch eine Herzschwäche hervorgerufen bedeuten würde. Könnte evtl. im Zusammenhang mit dem "Schatten" auf der Lunge stehen. Falls das wirklich was in der Lunge war, könnte das ja eine Wasseransammlung oder ein Emphysem etc. gewesen sein. Das wäre ein Nährboden für Erreger, die dann evtl. durch die AB-Gabe abgetötet wurden und nun wiederkommen??? *schnüff*
Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen. - Arthur Schopenhauer

Antworten