Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Rund um die Vergesellschaftung von Degus
Aranwe
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Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Aranwe » 11. Jan 2020, 03:02

Moin (passt immer - sag man so),

es ist ziemlich spät oder früh, wie man des definieren mag.

Ich habe den Weg über die Hauptseite: DeguHilfe-Sued gefunden und bräuchte Tipps oder Bestätigungen zum Ist-Stand der angehenden Vergesellschaftung bei mir. Ich habe viele Threads hier schon gelesen... sicher werden auch einige Dinge doppelt sein, aber ich brauche objektive Ansichten und oder Einschätzungen zu meinem Ist Stand. :)
Gerne auch ehrliche Ansichten darüber, ob ich es überhaupt so weiter versuchen soll oder mein Versuch absolut keine gute Idee ist. :(

Letztes Jahr(März 2019) war es so weit. Nach ca 3 Monaten überlegen habe ich zwei Degumänner von einer Arbeitskollegin übernommen. Ich bekam praktisch die komplette Erstausstattung und die beiden Herren. Nach knapp 3 Monaten haben die beiden Herren sich mächtig geprügelt, sich 2 Tage nicht angesehen und dann wieder gekuschelt. Alles gut soweit, aber wenn man eben "nur" zwei Degus hat, muss man früher oder später sowie vergesellschaften, falls ein Degu verstirbt.

Ergo ist es zu der Überlegung gekommen vor gut 2 Monaten, zeitnah einen Versuch zu starten, um evt eine ViererGruppe zu erreichen. Der Weg ist lang, das ist mir klar.
Ich habe sämtliches gelesen, Kollegen,Freunde, Bekannte mit sämtlichen Kleintieren befragt und selbst jeden Tag abgewägt, welches Degu wie drauf ist und ob die Option überhaupt im Raum steht.
Auch das Merkblatt der Degu-Hilfe Sued habe ich mehrfach durch gelesen. Nun ist es so, Versuch macht klug, obs klappt kann mir keiner sagen, das ist mir auch klar.

Ich ersuche objektive Ansichten zur jetzigen Situation:

Infos zum Stall:
120cm x 60cm x 160cm (geplant ist auch noch ein größerer Auslauf - ist in Bau)
Dekoriert mit etlichen Häuschen(Holz), Röhren(geflochtenes Gras oder Weide) und Ästen(Holz oder Kork).
4 Laufräder( aus Holz) - (Mag mir wer sagen wie sinnvoll diese Alu-Räder sind? )
Momentan 2 Trinkflaschen, Nummero 3 braucht noch einen Halter. (Ziel je Etage eine Trinkflasche aus Glas)

Die alteingesessenen Herren sind 2 Jahre alt und heißen Dumbo & Strike. Dumbo ist der Läufer der Beiden. Wenn er Stress hat, rennt er. Strike ist der vielseitig Interessierte. Gut er rennt auch, aber Dumbo rennt deutlich mehr, wenn ihn irgendwas beschäftigt.

Die Kandidaten zur Vergesellschaftung sind jetzt 4 Monate alt und haben noch keine Namen.
Der Braune ist der mutigere der Beiden, wobei der Kleinere(weißbraun) häufig den Ton zwischen den Beiden angibt.

Alle Herren sind, wie schon gesagt, unkastriert.

Ich habe im Dezember bereits vor Ankunft der neuen Herren, die Sandbäder und Teile der Streu alle 2-3 Tage austauschen können. Meine Großen haben sich wenig beeindruckt gezeigt, ebenso die Kleinen in ihrem Heimatstall.
Nach 2 Wochen dieses Tuns und dem Einbau eines Trenngitters in den selbst gebauten Stall, habe ich die Kleinen eingesetzt.

1Tag: Ausgiebiges Beschnuppern, kein Schwanz schlagen, kein Zähne knirschen, kein Gitter anspringen... Wirklich nett.
2Tag: Abgesehen vom Patrouilliengang von Strike, nix.
3-7Tag: Patrouillieren von Strike, ggf Gitter anrempeln, wenn der braune der Kleinen am Gitter auftauchte.
7-14Tag: Patroullieren von Strike, Schreddern von Pappe, Löwenzahnwurzeln inhalieren, Schreddern vom Grastunnel oder von Knabberästen.
Dumbo interessiert sich wenig für das Trenngitter und gar die Degus auf der anderen Seite.. Seit dem 2ten Tage wird mal geguckt, geschnuppert, wieder gegangen und gelaufen oder gefressen.
15-16Tag: Dumbo wird von Strike vom Trenngitter weggescheucht. Dumbo ist das relativ, er rennt und frisst , wie üblich. Zwischendurch begrüßen sich die Beiden, Dumbo sucht und versteckt Futter, kommt er zum Trenngitter ist Strike da und schubst ihn weg. Man muss dazu sagen, dass eigentlich Dumbo (dachte ich zumindest) das Päärchen angeführt hat. Am Trenngitter jedoch ist er A nicht so sehr interessiert wie Strike den Neuen gegenüber und B will Strike ihn da nicht haben. Strike rempelt hin und wieder das Gitter an. Hauptsächlich wenn der Braune der beiden Lütten heran kommt.

Die beiden Lütten zeigen sich absolut unbeeindruckt, gehen auf Knabberholzsuche, drehen Strike auf der anderen Seite des Trenngitters den Rücken zu und hüpfen ins Laufrad. Strike lässt sich zT vom Trenngitter weglocken und ist auch für kleine Tricks und Spielerein zu haben. Dumbo ist zwecks Futter sowieso dabei. Da Nichts Heftigeres passierte, sprich kein Schwanzschlagen, kaum bis gar kein Zähne knirschen und nur ab und zu mal Gitter anrempeln, habe ich an Tag 17 überlegt und an Tag 18 beschlossen, die Seiten zu tauschen.
Sprich Dumbo und Strike wechselten die Seite, während die beiden Lütten die Etage wechselten, bevor ich die Zugänge wieder aufmachen konnte.
Zuerst war alles spannend, wirklich piko, dann kam es zum Streit bei Strike und Dumbo. Dumbo erlitt einen Kratzer im Stirnbereich und einen am Schwanz und war immer schrill am trällern, wenn Strike ihm auf die Pelle rückte.. Beide haben , bevor ich das Licht ausmachte, wieder Nase-Nase Kontakte gehabt.

Jetzt meine Befürchtung. Habe ich zu früh die Seiten getauscht?
Kann es sein, dass durch die Beiden Herren auf der anderen Seite, Strike jetzt die Position von Dumbo infrage stellt?
Ist mein Weg total falsch? Oder was ist gut daran? Was kann ich besser oder anders machen? Oder sollte ich es ganz lassen und wenn ja warum?
Sollte ich das Sandbad nach wie vor jeden 2 oder 3ten Tag hin und her tauschen?
Ich habe hier auch in einem anderen Beitrag gelesen, dass man am Trenngitter oder auf der Etage, Futterplätze einrichten soll. Ich kenne meine Herren, alle 4 sind dermaßen futterneidisch, dass das egal bei welchem Futter, abgesehen von Löwenzahnwurzeln, schwierig wird.. Sollte ich die Blättermischung statt in den Napf, lieber im Stall verstreuen?

Ich freue mich auf ehrliche, konstruktive Antworten. :)

LG Aranwe

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Firelady
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Firelady » 11. Jan 2020, 08:57

Sollte ich die Blättermischung statt in den Napf, lieber im Stall verstreuen?
Ja, sowieso!

Was soll ich sonst noch sagen... mach weiter wie bisher. Dass eine VG sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann, hast Du sicher schon gelesen. Drei Wochen sind da nix.

Also: weiter im Text, glaub an Dich und toi toi toi...
Liebe Grüße,
Julia


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Aranwe
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Aranwe » 12. Jan 2020, 10:13

Hallo,

ja drei Wochen ist definitiv zu kurz, um zu verlangen, dass es klappen könnte. ;)
Das ändert jedoch Nichts an meinem Gefühl, dass ich vielleicht zu früh die Seiten getauscht habe. Auch gestern morgen, bevor ich zur Arbeit musste, waren die beiden großen wieder gut aufeinander zu sprechen. Sogar zwischen durch wieder beide am Gitter.
Strike wie üblich mit mehr Rempeleien.

Wenn ich meine Kräutermischung auf der Ebene mit dem Trenngitter verstreuen würde, dann wäre 80% davon platt getrampelt und bepischt und würde nicht mehr gefressen werden. Stelle ich aber Näpfe hin, gäbe es mit Sicherheit Futterneid und mehr Streit.
Das können alle meine Degus ziemlich gut.
Daher habe ich bisher nur Heu, Löwenzahn- und Brennnesselwurzeln und Äste, sowie Knabberhölzer hier verteilt.
Auf beiden Seiten und eigentlich allen Etagen, gibt es Pappröhren von kurz bis lang mit Heu voll gestopft und ein paar Kleinigkeiten darin. Das wird schon ziemlich gut angenommen. Von beiden Seiten, wenn auch die Lütten nicht so ausgeprägt am Ball bleiben, wie meine Großen.

Ich werde also so weiter machen wie bisher. Würde mich auf weitere Rückmeldungen, gerne zum ersten Beitrag freuen.
LG

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Jenny101
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Jenny101 » 12. Jan 2020, 12:36

Hallo Aranwe,

dann fange ich jetzt doch mal an.
Deine Degus haben es - vom Platz und der Ausstattung etc wie man so lesen kann - richtig gut bei Dir und ich finde es toll, dass Du zwei Abgabetierchen die wohl von der Kollegin nicht mehr so erwünscht waren, ein schönes neues Zuhause gegeben hast :)

Wenn sie jetzt recht genau 2 Jahre alt sind (?), dann waren sie vergangenen März ca 1 Jahr alt. Und noch mitten im sogenannten Flegeljahr/Pubertät. Diese sehr oft sehr schwierige Zeit, die eben bei einigen sogar schon ab 5 Monaten schon starten kann und dann im Schnitt bis zum Alter von ca 18 Monaten andauert, sollten Deine Großen jetzt also damit ganz gut überstanden haben.
Und waren die letzten Monate bevor Du Dich zu einer VG/Gruppenerweiterung entschlossen hast, denn auch ein richtig stabiles Team?
Oder gab es außer dem von Dir beschriebenen Zwischenfall im Flegeljahr denn auch in jüngerer Zeit Probleme?


Leichtes Futtergezanke zählt hier nicht ;-) … Degus sind einfach schrecklich futterneidisch.
Hier zu Deiner Frage mit den Näpfen:
Napf-fütterung wird mE Degus überhaupt nicht gerecht. Wie sehr viele Halter hier, verstreue ich die Blätter-Blüten-Kräuter-Mischung immer etwas breiter mal auf der einen, mal auf der anderen Ebene. Je zänkischer eine Gruppe, desto breiter muss man damit gehen. Logisch oder. Damit umgeht man viel Streit – und auch, dass rangniedere Tiere nicht die gleiche Chance auf alle Pflanzenarten in der Mischung haben bzw insgesamt weniger abbekommen.
(Dass man insgesamt immer so viel füttert, dass selektiert werden kann und am nächsten Tag zur Fütterungszeit noch gut was da ist, ist Dir sicher bekannt. Degus müssen immer fressen können, sonst drohen gefährliche Aufgasungen. Ihre ständige Angst, zu kurz zu kommen, macht aus ihrer Sicht also durchaus Sinn.)
Heu kommt einfach auch in eine Ecke des Käfigs und da kommt immer etwas frisches drauf. (Raufen etc sind überflüssig). Nur frische Wiese oder anderes blättriges Grün packe ich auf einen großen flachen Naturstein, an den alle gut rankommen. Das klappt auch gut ohne Streit (wenn man jetzt nicht auf die Idee kommt, hier nur EIN Löwenzahnblatt in die Mischung zu geben ;-) ). Wenn Du in Toms Beitrag mal mitliest – da findest Du auch viele Themen. Hier zur Napffütterung https://www.deguhilfe-sued.de/forum/vi ... 210#p64652 Oder hier ob man jetzt zwingend eine Zweiergruppe erweitern muss (jetzt etwas zu spät bei Dir…) viewtopic.php?f=58&t=5260&start=160#p64291 .
Wenn ich meine Kräutermischung auf der Ebene mit dem Trenngitter verstreuen würde, dann wäre 80% davon platt getrampelt und bepischt und würde nicht mehr gefressen werden. Stelle ich aber Näpfe hin, gäbe es mit Sicherheit Futterneid und mehr Streit.
Das klappt bei mir auch nicht (weil es eben meist "Aufreger- und Pinkel-Fläche" ist.... und auch weil meine TG leider gar nicht so arg breit sind, dass sich nach hinten sinnvoll aufgefächert dort ein Futterverstreuplatz ergeben würde) - ich gebe öfter mal leckerli vor den Trenngittern. Und stelle sehr konsequent eben die Wärmedosen da hin und achte darauf, dass es auch ansonsten eine gute und gemütliche auf-Augenhöhe-Begegnungsfläche auf beiden Seiten ist, die zum Verweilen anregt.

Zu den Alurädern:
Die sind super. Laufräder sollten ja Minimum 30 cm Innendurchmesser haben (das ist wirklich das Minimum für den Rücken – größer ist besser). Damit bist Du bei gesunden, aktiven (also nagewütigen) Degus bei den großen Rodipets & Co-Rädern sehr schnell sehr viel Geld los, da viele Degugruppen, die innerhalb weniger Tage bis Wochen regelrecht auffressen. Das ist vermutlich auch der Grund für Deine Frage? Zudem wandern sie oft noch und sind recht schmal. Gute Aluräder hast Du ewig, wenn Du jetzt nicht gerade wie wild die Schrauben mitduschst oder in Sand badest…. Es ist eine Investition, die sich sehr schnell rechnet bei fleißigen Nagern.

Ich habe hier 4 Aluräder von der Laufradschmiede (2x 35 er Außendurchmesser … kleiner nicht gehen, da der Rand recht dick ist hier. Und 2x 38er). Das sind wirklich die besten Aluräder: sie sind wertig und für viele Jahre gebaut. Laufen absolut geräuschlos, wandern nicht. Deguzähne können ihnen nichts anhaben (während TicTac-Räder durchaus schon übel an den Rändern gezinkt wurden bei anderen Haltern). Und vor allem sind sie mit ca 16 cm Tiefe auch als einzige (neben den recht baugleichen Rädern vom Laufradschrauber) wirklich schön, dass auch mehrere Tiere drin laufen können.
Den Vergleich kann ich recht gut ziehen, denn ich habe hier noch ein 35er TicTacWheel (lauter, kleppriger, mit ca 10 cm deutlich schmaler und muss fixiert werden. Ein „Kuchenformrad“. Dafür leicht billiger … aber die relativ geringe Differenz macht den Qualitätsunterschied nicht wett. Billig ist bei so was auf längere Frist schon oft gerade teuer gekauft...) Und ein ebenfalls ca 35er Rad vom tschechischen Anbiter „Nagerlaufrad.com“. Steht zwar schwerer/fest und ist schon auch ein festeres Rad. Aber auch so schmal und man hört wie beim TicTac ganz „wunderbar“ , wenn es betrieben wird. Wenn ich denke, ich hätte hier 6 TicTacs oder Nagerläufräder im Wozi in Betrieb .... dann würden wir abends keinen Film mehr schauen können ;-) Ich habe es gebraucht übernommen – ich glaube vom Neupreis ist es nicht günstiger wie ein richtig schönes Schmiederad …. Und da kann es einfach in keiner Hinsicht mithalten.
Andere Aluräder mit Gitterlauffläche sind aus verschiedenen Gründen absolut nicht empfehlenswert und bergen eine recht hohe Unfallgefahr.
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Jenny101 » 12. Jan 2020, 12:47

Bevor ich es im Folgenden vergesse: hast Du selber die Geschlechter noch einmal kontrolliert der beiden Jungtiere?
Sonst mach das bitte umgehend. Zieh ggflls Handschuhe an, mit denen Du noch gut Gefühl hast und schau ihnen in aller Ruhe unters Röckchen. Dass auch Mädels Harnzapfen haben, und die genauen Unterschiede, findes Du hier https://www.degus-online.de/geschlechtsbestimmung/ . Du kannst auch gerne (gute/scharfe!) Fotos machen, in dem der entsprechende Bereich genau so zu erkennen ist wie in dem Link und hier einstellen.
Es kommt permanent zur Angabe der falschen Geschlechter - ob im Zoohandel, Züchter oder auch TÄ können es oft nicht.
Und es ist sehr wichtig nicht nur für die Vermeidung von weiterem Nachwuchs - sondern für den weiteren Verlauf der VG - und auch für Dumbo und Strike, deren Beziehung sonst nämlich unschön enden wird.

Und: ich würde unbedingt die Brennesselwurzeln ersatzlos streichen bis zum Ende der Pubertät. Und auch Futter ohne Brennessel füttern. Es gibt immer wieder Jungmännchen, die auf Brennesselfütterung mit erhöhter sexueller Aktivität und damit auch Unruhe durch den Drang zum dauernden Aufreiten, Reizbarkeit/Aggression reagieren. Ich füttere nach einigen Versuchen deshalb gar keine mehr. Vorsichtshalber auch nicht an die "mittelalten" - bis hier wirklich Opis leben, denen etwas Belebung dann evtl sehr gut tun wird. :-)
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Jenny101 » 12. Jan 2020, 13:27

Die Kandidaten zur Vergesellschaftung sind jetzt 4 Monate alt und haben noch keine Namen.
Der Braune ist der mutigere der Beiden, wobei der Kleinere(weißbraun) häufig den Ton zwischen den Beiden angibt.

Alle Herren sind, wie schon gesagt, unkastriert.

Ich habe im Dezember bereits vor Ankunft der neuen Herren, die Sandbäder und Teile der Streu alle 2-3 Tage austauschen können. Meine Großen haben sich wenig beeindruckt gezeigt, ebenso die Kleinen in ihrem Heimatstall.
Nach 2 Wochen dieses Tuns und dem Einbau eines Trenngitters in den selbst gebauten Stall, habe ich die Kleinen eingesetzt.

1Tag: Ausgiebiges Beschnuppern, kein Schwanz schlagen, kein Zähne knirschen, kein Gitter anspringen... Wirklich nett.
2Tag: Abgesehen vom Patrouilliengang von Strike, nix.
3-7Tag: Patrouillieren von Strike, ggf Gitter anrempeln, wenn der braune der Kleinen am Gitter auftauchte.
7-14Tag: Patroullieren von Strike, Schreddern von Pappe, Löwenzahnwurzeln inhalieren, Schreddern vom Grastunnel oder von Knabberästen.
Dumbo interessiert sich wenig für das Trenngitter und gar die Degus auf der anderen Seite.. Seit dem 2ten Tage wird mal geguckt, geschnuppert, wieder gegangen und gelaufen oder gefressen.
15-16Tag: Dumbo wird von Strike vom Trenngitter weggescheucht. Dumbo ist das relativ, er rennt und frisst , wie üblich. Zwischendurch begrüßen sich die Beiden, Dumbo sucht und versteckt Futter, kommt er zum Trenngitter ist Strike da und schubst ihn weg. Man muss dazu sagen, dass eigentlich Dumbo (dachte ich zumindest) das Päärchen angeführt hat. Am Trenngitter jedoch ist er A nicht so sehr interessiert wie Strike den Neuen gegenüber und B will Strike ihn da nicht haben. Strike rempelt hin und wieder das Gitter an. Hauptsächlich wenn der Braune der beiden Lütten heran kommt.

Die beiden Lütten zeigen sich absolut unbeeindruckt, gehen auf Knabberholzsuche, drehen Strike auf der anderen Seite des Trenngitters den Rücken zu und hüpfen ins Laufrad. Strike lässt sich zT vom Trenngitter weglocken und ist auch für kleine Tricks und Spielerein zu haben. Dumbo ist zwecks Futter sowieso dabei. Da Nichts Heftigeres passierte, sprich kein Schwanzschlagen, kaum bis gar kein Zähne knirschen und nur ab und zu mal Gitter anrempeln, habe ich an Tag 17 überlegt und an Tag 18 beschlossen, die Seiten zu tauschen.
Sprich Dumbo und Strike wechselten die Seite, während die beiden Lütten die Etage wechselten, bevor ich die Zugänge wieder aufmachen konnte.
Zuerst war alles spannend, wirklich piko, dann kam es zum Streit bei Strike und Dumbo. Dumbo erlitt einen Kratzer im Stirnbereich und einen am Schwanz und war immer schrill am trällern, wenn Strike ihm auf die Pelle rückte.. Beide haben , bevor ich das Licht ausmachte, wieder Nase-Nase Kontakte gehabt.
Was mich am meisten bekümmert bei Deinem Vorhaben, ist das Alter Deiner Jungtiere.
Wenn ich das obige richtig zurückrechne, hast Du sie mit ca 10-12 Wochen bekommen, richtig?
Jetzt sind sie ca 16 Wochen /4 Monate alt.

Der einzig wirkliche Vorteil bei einer VG mit Jungtieren (für den man oft dafür im Flegeljahr einen hohen Preis mit Trennung und langen Versuchen der Re-VGs zahlt), liegt darin, dass sie zum einen in einem sehr engen Zeitkorridor vom sonst üblichen Abgabezeitpunkt 7./8. Woche bis ca 2-4 Wochen später noch nicht wirklich geschlechtsreif sind und damit von den Alttieren im guten Fall auch noch nicht so sehr als Konkurrenz wahrgenommen werden (auch wenn viele Erwachsene schon auch in dem Alter ganz gut erkennen, wer ihnen hier später mal Probleme macht. Und dieses Jungtier dann auch nicht akzeptieren oder eben vermehrt drangsalieren). Und dass sie zum anderen zudem durch dieses "Noch-nicht-pubertieren" UND ihrer gewaltigen körperlichen Unterlegenheit sich dann auch oft erstmal fügen.

Deine Tiere waren als Du sie bekommen hast, schon fast aus diesem günstigen Alter heraus.
Und eigentlich hätte man sie (zumindest hätte ich das so gemacht) dann nach sehr wenigen Tagen Trenngitter und sie intensiv mit den Gerüchen der Alttieren "panieren"/versehen und Ruhe dort, recht schnell versuchen sollen noch mit den anderen Zusammenzubringen.
Bei richtigen Jungtieren gilt das mit der wochenlangen Trenngitterzeit nämlich nicht (ich weiß ... es steht leider nirgendwo :-( ... und Du bist nicht der Erste, der daduch Problem bekommt. Und derjenige, von dem Du sie hast, hat Dir wohl auch nichts dazu gesagt), da sie sonst nämlich sehr schnell dem Flegelalter entgegenrutschen. Und da geht es, wie oben gesagt, bei vielen schon mit 5 Monaten dann richtig los mit Streit/Rebellion und einer permaneten Unstetigkeit, was das Einhalten von einmal ausgemachten Regeln angeht.

Gut . das hilft jetzt aber wenig. Nun sind sie 4 Monate und damit wirklich nicht mehr im "Babyalter".


Noch sind sie beide auch sehr lieb/unaufgeregt. Die einzigen, nach denen wir gerade genauer schauen müssen, sind nach Deiner Beschreibung Dumbo und Strike.
Denn ja: eine Vergesellschaftung bedeutet immer auch ein Risiko für den Bestand/Erhalt der vorhandenen Gruppe. Nicht wenige instabile Gruppen zerbrechen daran endgültig. (Gerade wenn sie selber noch in der Pubertät sind - oder eben wenn sich unter den Neuen noch 1-2 Weibchen befinden. Deshalb der dringende Hinweis oben).

Du hast mMn auch für eine klassische VG alles sehr gut angefangen.
Und ich finde, es liest sich eben auch ausgesprochen friedlich. Was aber - gerade mit der Entwicklung an gg Tag 15 hin - eventuell noch mit der Jugend bzw dann mit dem jetzt allmählich nicht mehr so jugendlichen Alter zu tun haben könnte.

Dein Seitentausch finde ich auch keineswegs zu früh bei dieser Entwicklung.
Und dass eine Gruppe diesen ersten Seitentausch nicht völlig nonchalant mitmacht, sondern sich leider etwas in die Haare bekommt, ist auch nichts Ungewöhnliches. Zeigt aber auch deutlich an, dass sie noch nicht bereit sind, für eine Zusammenführung.
Jugend und anstehende Pubertät hin oder her - ich habe länger darüber gebrütet und ich würde jetzt da es so ist wie es ist, auch wirklich "klassisch" so weitermachen. Der Zeitpunkt für anderes scheint mir schon verstrichen.

Das heißt:
jetzt wartest Du erstmal eine Weile mit dem Seitentausch, bis D und S wirklich wieder ganz entspannt sind.
Und wenn es wirklich etwas kriseln sollte zwischen den beiden, würde ich auch kein Sandbad tauschen. (Sollte es mal richtig schlimm werden, muss ein Sichtschutz rein. Gruppenerhalt steht immer vor TG-Kontakt!)
Wird es ruhiger: alle Tage Sandbad-/Gerüchetausch.
Richtig ruhig wieder: auf zum nächsten Seitentausch. (Insgesamt würde ich gerade solchen Männchengruppen nie Seitentausche unter einer Woche Abstand zumuten. Oft brauchen sie deutlich länger .... DU bist Beobachter. Du wirst es sehen, wenn es so weit ist. )

Ist Dein Trenngitter breit genug, dass beide Alttiere gut Kontakt zu den anderen aufbauen können? Dass einer von beiden, diesen Platz und den Kontakt sehr angespannt und energisch für sich beansprucht, ist leider auch häufig der Fall. Genug Breite kann helfen. Und insgesamt zeigt das Verhalten schon auch die Anspannung von Strike und ist noch kein Zustand von "richtig ruhig" und es ist so noch keine Zeit für eine weiteren Seitentausch.
Leg ihnen wie oben gesagt, möglichst oft Wärmedosen vor das TG und schau mal ob Dumbo dann auch drauf darf.

Für eine solche klassische Jung-Erwachsenen-VG sind 8 Wochen übrigens wirklich schon sehr schnell .... das nur mal als Hausnummer.

Da die Pubertät leider die ungünstigste Zeit zum vg ist ... und sich schon ein wenig abzeichnet, dass Dumbo mit der ganzen Sache und auch dem Braunen eher ein Problem hat, kann diese VG schon auch recht lange gehen.
Eventuell die ganze Pubertät. Bzw man weiß einfach nicht, ob es klappt. Darauf (viel Zeit) würde ich mich an Deiner Stelle jetzt einrichten und die entsprechenden Wohnbereiche wirklich so austatten, dass alle 4 Tiere so sehr lange gut leben können. Das nimmt auch Dir den Druck und lässt Dir die Chance, Dich auch in der Zeit sehr an d´Deinen eben 2 Gruppen zu erfreuen und eben auf die Entwicklung zu hoffen.

Das wäre jetzt also mein Feedback. Wenn es jemand anders sieht, wird er/sie sich bestimmt hier noch melden.

Alle Daumen und Pfoten sind hier gedrückt für Euch!

LG Sabine


Weiter viel Erfolg
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Aranwe » 14. Jan 2020, 00:33

Guten Abend,

und danke für die ausführliche Antwort @Jenny101:

Ich greife einmal einen Punkt von mitten drinnen sofort auf, weil mir der hier jetzt schon in mehreren Beiträgen über den Weg gelaufen ist. Ich habe aber so, weder von anderen Deguhaltern(real), noch in Büchern oder halt auch im Internet, nicht mal auf Züchterseiten je etwas darüber gelesen.
Ich habe im November 2018 ca damit angefangen mich noch stärker mit dem Thema Degus zu befassen als davor. :)

Ich habe hin und wieder die Möglichkeit mit jungen Degus zu arbeiten, habe zu jenem Zeitpunkt aber nie in Erwägung gezogen sie selbst zu halten. Eben bis jene Kollegin vor mir stand und zu mir sagte, sie würde den Tieren nicht mehr gerecht werden und ob ich nicht Interesse hätte, weil ich vor langer Zeit auch mal andere Nager hatte. Ja creepy... so jetzt komm ich aber zum Punkt. :)
Wärmedosen

oder wie ich auch schon gelesen habe, gar Steine( welche meist unter Heizstein fallen und daher zumindest bei Reptilien raus sind, weil sie den Tieren sonst den Körper verbrutzeln könnten). Was genau sind also diese Wärmedosen? Vor allem bei Holz mach ich für mich mir da wirklich Sorgen um Brandgefahr.. Vermutlich wird exakt dieser Absatz nun munter belächelt, aber unter Wärmedosen kann ich mir leider Nichts dergleichen vorstellen. :)
Napf-fütterung wird mE Degus überhaupt nicht gerecht.
Da ich 2 große Schalen stehen habe mit exakt dergleichen Zubereitung und noch 4 Näpfe sonst mit den gleichen Mischungen befüllt werden, sowie über verschiedene Beschäftigungsarten auch mal ne Nuss oder mal die Samen im Degu landen, hatte ich damit bisher wirklich gut Erfahrungen.
Ja ich verstreue auch Futter, wie gesagt aber eher Wurzeln, Frisches oder eben Heu. Was dann natürlich fleißig auch zum Bauen für ihren Grastunnel genutzt wird, zumindest von den beiden Großen.
Man darf sich unter einem Napf keinen kleinen Nagernapf vorstellen.. das eine ist eine Reptilienbadewanne, dass andere eine große Tonschale. ;)
Der Stopfmagen der Kleinen ist also stetig gut gefüllt. Auch die Klorollen mit Heu und Leckereien werden von Zeit zu Zeit regelrecht zerstört.
Was die Brennnesselwurzeln anbelangt - okay. Du meinst sicher das hier:
"Brennnesselwurzeln enthalten pflanzliche Steroidhormone wie beta-Sitosterol.
Lignane, Lectine und Polysaccharide." ?
Da ich noch etwas habe, würde ich das aber ungerne verschwenden und würde es wenigstens zu ende füttern.

Frage zu eigenen Knabberstickherstellung:
Ein Frage zu Sticks selber machen hätte ich hier. Hat jemand dafür zufällig ein Rezept? Also wie ich eine klebrige Massen hinbekomme ohne Stärke oder Sirup zu verwenden?
Und waren die letzten Monate bevor Du Dich zu einer VG/Gruppenerweiterung entschlossen hast, denn auch ein richtig stabiles Team?
Oder gab es außer dem von Dir beschriebenen Zwischenfall im Flegeljahr denn auch in jüngerer Zeit Probleme?
> Einen so massiven Zwischenfall gab es seitdem nicht nochmal. Abgesehen von dem Tag nach dem Seitenwechsel, wo Dumbo wieder einiger Stellen zu verbuchen hatte. Eine davon beobachte ich jeden Tag, ist aber sauber verschorft und er kratzt sich nicht wirklich. Er frisst nach wie vor wie ein kleiner Scheunendrescher. Allerdings kann er ein Echo auch nicht sein lassen. Heute war es umgekehrt. Da hat Strike zwar erstmal wieder gedacht , dass er ein bisschen Rempeln könnte, danach dachte sich dann aber Dumbo, das könne er selbst auch und Strike war am rumdüsen.
Oder hier ob man jetzt zwingend eine Zweiergruppe erweitern muss (jetzt etwas zu spät bei Dir…)
Ich sehe es aus dem Blickwinkel. Was mache ich, wenn beide Degus 8Jahre alt oder älter werden, einer stirbt. Vergesellschaften? Da zeitig einen oder mehrere Partner aufzutreiben, die sich dann auch noch untereinander verstehen könnten... Schwierig. Habe ich dann die Möglichkeit im Notfall zwei Gruppen auf Lebenszeit zu halten? Nein. Kann ich ein oder mehrere neue Tiere zurück geben, falls eine oder mehrere VG nicht funktioniert/funktionieren? Ist immer kompliziert.
Diese Möglichkeit habe ich allerdings mit den beiden jüngeren. Dauert es ein halbes Jahr? Dann ist es so.. dauert es länger.. ist es so... Entscheide ich mich es zu lassen? Dann geht das auch.
Jünger als 3Monate konnte ich die Kleinen nicht bekommen. Und ja sie sind oder kommen ins Pflegelalter... Dessen bin ich mir bewusst. Auch , dass sie eine ganze Weile darinnen sein werden. ;)
Die Linsk schaue ich mir die Tage gerne an. Ich kann nicht versprechen hier jeden Tag rein zu schauen, ich bin jeden Tag mehr als Beobachter vorm Käfig, als sonst irgendwo in der Wohnung, wie es sicher auch sein soll, abgesehen von Arbeit versteht sich ;)
Thema Aluräder - nein ich frage nicht, weil meine ihre schreddern
... zumindest nicht in einem derartigen Tempo, wie es dann wohl vielen ergangen ist. Mein allererstes Holzrad, mit 30cm Durchmesser eben, hält sozusagen seit... Pust.. April/Mai2019... Mitbekommen habe ich damals Plastik vom Vorbesitzer und ja, exakt deshalb ist es ausgezogen...Das Bisschen was damals abgeknabbert wurde, war fein säuberlich daneben auf einem Haufen gelandet. Sehr ordentliche Herren die beiden großen. XD
Nein ich frage deshalb, weil ich viel darüber lese, aber ich, wenn ich fragte, nie eine Antwort bekommen habe.. Egal bei wem oder wo. ;) Und vor allem würden auch die RÄnder der Alu Räder ins Maul passen... und jetzt die Frage. Warum nagen sie es nicht durch oder an? Es gibt etliche Materialien, die diese fleißigen Tierchen durch kriegen. :)
Ich habe aktuell 4 Holzräder und das erste (von s.o. Anfang/Mitte 2019) lebt immer noch... wenn auch nicht mehr sonderlich hübsch... und ein bisschen weniger Rand. :) Toitoitoi... bisher durften wirklich ausschließlich die Ränder aller Räder ein bisschen leiden.
Sonst Nothing, was das betrifft. :)
Geschlechter noch einmal kontrolliert der beiden Jungtiere?
> Der Weiße ist ein bisschen schwierig bisher, weil er deutlich Kleiner, als der Braune ist. Allerdings bin ich mir bei Beiden jetzt sicher, dass es Männchen sind. Ein Weibchen hat mWn einen wesentlich kleineren Abstand und außerdem vermutlich keine Hoden XD. Spaß bei Seite.. sie haben beide eben Jene :)
Noch sind sie beide auch sehr lieb/unaufgeregt. Die einzigen, nach denen wir gerade genauer schauen müssen, sind nach Deiner Beschreibung Dumbo und Strike.
> Der Weiß-gescheckte, ich weiß, ich schreibe hier und da der Weiße... ist halt kürzer.. Eigentlich hat er einen braunen Kopf, eine helle Nase, einen hellen Rumpf, aber einen braunen Hintern und Schwanz. Also, zum Thema zurück.. :)
Der Weiße interessiert sich einfach herzlich wenig.. Er kommt mal vorsichtig gucken, ist aber er schüchtern was das angeht... Insgesamt bewegt er sich selten am Trenngitter und sonst eben eher friedlich. Sehr neugierig und vorsichtig eben.
Der Braune der Beiden ist gestern und heute tatsächlich aktiver vorne geworden und hat sich mit Strike joa.. unterhalten. Heute wurde zwischen Geknusper mit den Zähnen, hin und wieder gezwitschert.. Ob Strike dabei jetzt Dumbo meinte? Ich weiß es nicht.. Er drehte sich zT zu ihm um, denn die Beiden haben ja heute auch wieder - welch ein Wunder, ein bisschen Stress mit einander gehabt.. wieder am Trenngitter.. Krm.. ja wie sonst auch die letzten Wochen.
Dennoch habe ich das Zwitschern zwei oder dreimal in einer Stunde gehört und der Braune saß frontal am Gitter auf der anderen Seite...
Dein Seitentausch finde ich auch keineswegs zu früh bei dieser Entwicklung.
> Ich danke dir für diese Rückmeldung... . Pust.. Davor hatte ich gerade ua viel Angst...
Unter keinen Umständen werde ich die nach einer Woche wieder umtauschen. Nein, ich dachte ca an nächste Woche Samstag.. je nach Verhalten am TG... Das WE bin ich Zuhause.. Falls spontan nicht, werde ich auch keinen Tausch vornehmen, da ich lieber dabei bin und beobachte, als dann unterwegs zu sein und zu hoffen, dass alles gut wird.. ;)
Aber das entscheide ich spontan, je nach Verhalten usw. :) Danke dafür :)
Das heißt:
jetzt wartest Du erstmal eine Weile mit dem Seitentausch, bis D und S wirklich wieder ganz entspannt sind.
Und wenn es wirklich etwas kriseln sollte zwischen den beiden, würde ich auch kein Sandbad tauschen. (Sollte es mal richtig schlimm werden, muss ein Sichtschutz rein. Gruppenerhalt steht immer vor TG-Kontakt!)
Wird es ruhiger: alle Tage Sandbad-/Gerüchetausch.
Richtig ruhig wieder: auf zum nächsten Seitentausch. (Insgesamt würde ich gerade solchen Männchengruppen nie Seitentausche unter einer Woche Abstand zumuten. Oft brauchen sie deutlich länger .... DU bist Beobachter. Du wirst es sehen, wenn es so weit ist. )
> Heute habe ich das Sandbad nicht komplett getauscht, nur wieder ein bisschen durch gemischt und gebadet wurde von allen 4 feierlich. Wie gesagt, Strike geht ja auch mal ne Runde laufen... oder futtern.. Manchmal sind alle 4 Räder in Bewegung zeitgleich ohne, dass ein Gedanke an den auf der anderen Seite verschwendet wird.
Ja ich bin DER Beobachter, nur leider ziemlich alleine... Ich habe Vorschläge von der besagten Kollegin und Vorbesitzerin bekommen, von einer ehemaligen Kollegin, die mir erzählt hat wie sie früher Degus zsm gesetzt hat (dazu sei gesagt, eben ca 8Wochen alte Tiere) und ich habe auch mit einem Züchter gesprochen... Und die Variante, ein Gehege mit Deo auszusprühen, bevor ich die Tiere da zu viert reinsetze.... Nein.. Wenn ich davon schon Atemnot bekommt und mir die Nase brennt, was sagen dann erst mein 4 Herren dazu , krm.
Daher fällt der Teil flach an Leuten, die ich fragen kann. Traue ich mir das alleine zu ? Naja, sonst hätte ich den Weg wohl kaum gewählt, aber ich ersuche hier natürlich ein paar Tipp, Anregungen. Ich komme zum Fazit gleich auch nochmal auf ein paar Dinge zurück, die ich mal ausprobieren werden. ;)

Das Fazit:
> Ich muss unbedingt mehr über die Wärmedosen erfahren
> Zeit von 1-2 Jahren hatte ich zugegeben nicht auf dem Zettel. Aber nun ist es so und es führt ja eben so oder so irgendwann kein Weg an einer VG vorbei.
> Ich habe mir einen langen Beitrag gewünscht, ich danke Dir dafür. Auch für die Einschätzungen, ob ich etwas zu früh gewagt habe oder ob nicht.
> Momentan ist die TG Ebene die Sportler-Ebene. Sprich alle Laufräder sind hier zum Frust ablaufen unter gebracht..
Sollte ich das ändern?
Ich habe der Empfehlung nach heute mal sozusagen durch gesessene Kräuter von den Lütten bei den Großen verstreut und umgekehrt.. Die Akzeptanz war gut. Nach einen ausgiebigen Schnuppertest wurde die "Ware" für essbar empfunden. Allerdings bleibe ich zusätzlich noch bei den großen Schalen, wo eben auch nochmal Kräuter drinnen sind.

So es ist mal wieder viel zu spät geworden , krm. :) Gute Nacht allerseits. Ich danke nochmal für die Ratschläge und schaue mir die Links die Tage an.

GLG Aranwe

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Viv K
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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Viv K » 14. Jan 2020, 08:08

Erstmal schöne Grüße aus dem Norden *winkend* (ich bin gar nicht mal so weit weg *sonne* )

Da ich vor der Arbeit nicht allzu viel Zeit habe, möchte ich nur einen kleinen Gedanken zur Frage mit den Laufrädern hier einwerfen.
Ich würde in der Tat, gut dass du gleich 4 hast, die Laufräder aufteilen. Und zwar je eines wie bisher auf der TG-Ebene und eines außer Sicht. Denn man kann Frust und Stress besser abbauen, wenn man die potenziellen Auslöser nicht direkt vor der Nase hat. Ich könnte noch so sehr auf den Boxsack hauen, wenn meine Chefin dabei neben mir stünde, brächte das wenig Befriedigung :lol:
Zur Entspannung, und eben auch nur für den Alltag würde ich jedem die Chance lassen, zu entscheiden.

Ansonsten habe ich bisher leider keine Erfahrungen mit Jungtier-VGs, meine Jüngeren sind allesamt glücklicherweise total unpubertär und unter sich glücklich (der jüngste jetzt ca 1 Jahr und seit Juni 19 hier, dabei schon mehrfach Käfige gewechselt) . Dennoch könnte ich mich auf ein allgemeines Treffen gern mal anbieten, wenn du magst :)

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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von Jenny101 » 14. Jan 2020, 08:42

Momentan ist die TG Ebene die Sportler-Ebene. Sprich alle Laufräder sind hier zum Frust ablaufen unter gebracht..
Hallo zusammen,
es tut mir leid, wenn hier jetzt gleich eine andere Sichtweise kommt 🤔
aber ich würde von den obigen Beschreibungen her, nichts Positives darin sehen,
die Räder aufzuteilen. Also getrennt voneinander aufzustellen.
Das erhöht nur die Chance, das es Streit um die LR gibt.
Auch sehe ich weder von der beschriebenen Situation noch aus eigener Erfahrung ein Problem darin, dass die Räder in der TG-Ebene stehen. Solange dort eben noch gut Platz zum gemeinsamen vor-dem-Giter-Sitzen/Liegen ist.
Man könnte genauso argumentieren, dass es positiv wirkt, wenn man bei Aufregung gleich mal kurz nebenan ins Rad hüpfen kann für paar Runden.
Von daher..... finde ich es egal ob sie dort stehen oder woanders. Aber zusammen ist eben ganz gut.

Rückzugsetagen sind ja da.

Und wir haben hier ja auch keine Situation, in der ein Tier irgendwie verstört sich dem Gitter kaum nähert oder sonstige Extremverhalten.
Was eine Verlagerung der LR dann durchaus nötig machen würde.
Glücklicher Futtergeber und ergebener Fan von Lucky & Schecki & Flöckchen, Jonny & Mäxchen, Pelle & Petzi, Harry & Taddy, Dexi & Pete (und den Engeln Karlchen, Charly und Jimmy)

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Re: Weitere Schritte Vergesellschaftung von Böcken(nicht kastriert)

Beitrag von DaLo » 14. Jan 2020, 17:41

Hallo,

stell die Räder so, wie es Dir am besten erscheint. Wenn Du beobachtest, dass es irgendeinen Stress damit gibt, ändere es. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch, sondern es sind stets individuelle Einzelfallentscheidungen.
Wenn es dann irgendwann zur konkreten Zusammenführung der Degus kommt, nimm alle Laufräder raus.

Gruß Dagmar
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