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Behinderter Degu?

Verfasst: 25. Dez 2017, 17:49
von stefanie
Hallo ich möchte mich erstmal vorstellen.
Ich heiße Stefanie und habe seit nun fast 11 Jahren Degus ich habe schön öfter alte/kranke Tiere aufgenommen und welche aus schlechter Haltung. Meine Tiere haben alle schöne große Gehege und ich achte sehr auf die artgerechte Ernährung. Im moment wohnen 11 Degus, 1 Mittelhamster und 3 Katzen bei mir :)
So nun zu meinem problem im Juni habe ich 2 Degus aufgenommen wollte das Männchen kastrieren und dann beide nach der Ss Quarantäne vermitteln. Aus dem wurde leider nichts da beide schwere Zahnprobleme hatten es war nichtmal sicher ob beide überleben also habe ich sie zusammen gelassen eine trennung hätten sie wohl nicht überstanden :(
Lange rede kurzer sinn die zwei habe ich offensichtlich zu gut gepäppelt da das Mädel am 30. Oktober 6 Babys gebar sie kümmerte sich rührend un die kleinen und die Babys wuchsen augenscheinlich auch alle gleich gut.
Leider hat sich herausgestellt um so älter sie wurden umso mehr hing einer hinterher :( klein Ossi wiegt nur 55gr und hat offensichtliche probleme mit seinen hinterbeinen die TA hat ihn abgetastet und meinte es hängt mit dem Kopf zusammen.
Klein Ossi ist sonst gut drauf nur das er auch nicht zunimmt ich wiege ihn 2× täglich er hält sein gewicht konstat.
Am Donnerstag haben wir nochmals einen Termin bei meiner eigentlichen TA die spezialisiert auf Nager ist wird er komplett durchgecheckt.
Heute Nachmittag ist mir aufgefallen das er ein Ohr anlegt das andere steht ganz normal das hat sich auch wärend dem fressen nicht verändert?

Bitte hatte jemand schon mal einen unterentwickelten Degu??
Ich bin echt verzweifelt möchte natürlich das er auch noch groß und stark wird und vorallem älter.

Lg Stefanie

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 26. Dez 2017, 11:24
von Mandarine
Hallo Stefanie,

zu dem kleinen Degu wird sich sicher noch jemand zu Wort melden.

Sitzt der Vater noch bei der Familie? Falls er immer noch nicht kastriert ist, ist die Mutter vermutlich wieder trächtig und auch die kleinen Mädels könnten bereits gedeckt sein.
In dem Alter sollten die kleinen Jungs mit dem Vater von den Weibchen getrennt werden.

Wie ist denn der stand der Dinge?

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 26. Dez 2017, 12:40
von DaLo
Hallo,

Biene hatte mal die kleine Hoppi. Sie war gegenüber ihren Geschwistern extrem kleinwüchsig und kam wohl über die Größe und Statur eines ca. zwei bis drei Monate alten Degus nicht hinaus. Leider zeigten sich aber auch schnell gesundheitliche Probleme in Form von Krampfanfällen. Hoppi wurde nur ca. 3/4 Jahr alt ~_~

Allerdings ist klein Ossi ja erst zwei Monate alt. Natürlich sind 55 g dafür nicht viel, aber es gab schon einige Fälle, wo nicht viel mehr Gewicht in dem Alter auf den Rippen war und die Tiere sich dann aber normal entwickelten. Ungewöhnlich natürlich, dass die Geschwister alle besser "gedeihen". Hast Du den Eindruck, dass er einfach kleiner ist, aber dennoch gut genährt oder sieht er auch etwas mager oder gar von der Haut er faltig aus? Auch oder gerade bei den Zwergen sollte man immer an Innenparasiten denken. Es kann schon sein, dass die ganze Gruppe diese hat, aber wenn der Organismus oder das Immunsystem von Ossi schlechter als das der anderen ist, hat er ggf. als einziger wirkliche Probleme damit und ist deshalb entwicklungsverzögert.

Ich drücke für klein Ossi ganz fest die Daumen, dass er noch eine lange schöne Zeit genießen kann und hoffe, hier melden sich noch andere mit Erfahrungswerten zu Wort.

Liebe Grüße
Dagmar

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 26. Dez 2017, 14:38
von stefanie
Hallo danke schonmal für eure Antwort.
Den Vater habe ich natürlich vor der Geburt schon rausgenommen es war ja nie mein Ziel zu vermehren :( den Vater musste ich in der Zeit leider einschläfern zu schlimm wurden seine Zahnprobleme und die trennung von seiner Frau hat ihm den rest gegeben 😢
Es waren 5 jungs und 1 Mädel.
Einen habe ich frühkastrieren lassen der sitz jetzt bei Mama und Schwester und seine 4 Brüder habe ich vorletzte Woche in ihr eigenes Gehege gesetzt.
Klein Ossi ist sonst ganz fit und auch nicht mager er ist einfach kleiner als seine Geschwister die auch normal laufen :/ Innenparasieten kann ich eigentlich ausschliesen aber der Test ist ja schnell gemacht.
Hatte deine kleine sonst noch organische fehler? 3/4 Jahr ist ja nicht alt ich hoffe sehr das Ossi älter wird.

Lg

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 26. Dez 2017, 17:47
von Mandarine
Oh je, tut mir sehr leid, dass der Papa es nicht geschafft hat.

Für den Rest der Familie drücke ich die Daumen, ganz besonders für Ossi.

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 26. Dez 2017, 18:37
von stefanie
Danke ich habe alles versucht ich konnte ihm wenigstens ein paar Monate schmerzfrei und artgerecht Haltung ermöglichen das tröstet mich.

Danke ich kann eh nur abwartem was meine TA sagt und werde euch auf dem laufenden halten :)

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 29. Dez 2017, 18:21
von esmeralda
Hallo Stefanie,

wenn ich den Beitrag richtig zuordnen kann, dann hast du irgendwo gefragt, ob jemand schon mal etwas von „Osteodystrophie„ im Zusammenhang mit Degus gehört hat.

(Osteodystrophie: https://de.wikipedia.org/wiki/Renale_Osteodystrophie)

Eigentlich ist dies wohl eine Erkrankung, die insbesondere bei Satin-Meerschweinchen vorkommt, aber ich halte es auch für absolut denkbar, dass ihre engeren Verwandten, die Degus, daran ebenfalls erkranken können. Dies wird auch in diesem veterinärmedizinischen Fachbuch von Frau Dr. Ewringmann und Frau Dr. Glöckner bestätigt.

Im Laufe der letzten Jahre hatte ich tatsächlich mit mindestens 2 Deguhaltern Kontakt, die von vergleichbaren Symptomen berichteten, wie du sie bei Ossi beschreibst. Diese Tiere waren allerdings deutlich älter, als dein Sorgenkind.

Petra berichtet u.a. in diesem Thread von den damaligen Erkrankungen ihrer geliebten Wusel, die sie dann letztendlich alle gemeinsam hat gehen lassen. Da ich mit ihr in intensiverem Kontakt stand, weiß ich, dass Röntgen-Untersuchungen einen ganz deutlichen Knochenabbau und bereits erfolgte Knocheneinbrüche aufwiesen. Dies bezog sich sowohl auf den Kieferbereich, als auch auf den übrigen Knochenapparat.
Gleiches hat mir noch ein weiterer Deguhalter aus dem Raum Mönchengladbach/Wassenberg berichtet. Es gab eine gesicherte Diagnose von einer guten Tierklinik, die genauso lautete, wie die von Petra.

Die Tiere wurden eine Weile schmerztherapeutisch behandelt und als die jeweiligen Halter den Eindruck hatten, dass die betroffenen Degus sich nur noch quälen, wurde euthanasiert. In allen Fällen handelte es sich übrigens um Männchen, was aber auch nur zufällig so gewesen sein könnte.
Auch habe ich die Rückmeldung bekommen, dass die jeweiligen Tiere miteinander verwandt waren. Sowohl bei Petra, als auch bei dem anderen Halter handelte es sich dabei um Brüder.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass meine Ausführungen nicht wirklich das sind, was du lesen möchtest, aber leider sieht die Prognose nicht gut aus. *tröster* *knuddel*

Trotzdem drücke ich ganz fest die Daumen, dass es Ossi noch lange so gut geht, dass er damit klar kommt.

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 31. Dez 2017, 10:58
von stefanie
Hallo Monika :)
Genau das war mein Beitrag.
Das mit den Satin Meerschweinchen haben wir auch rausgefunden und aufgrund derer Erfahrung ein Naturmittel bestellt was in einigen Fällen linderung geschaffen hat bestellt.

Wie alt waren den die Tiere aus den dir bekannten Fällen? Meine TA kennt leider keinen einzigen Degu und ist froh um alle Infos was wir finden.
Kann es sein das meine anderen 4 Jungs auch Träger der Krankheit sind 😢

Wir geben ihm jetzt 2 mal täglich Novalgin und er hat seit Donnerstag damit 8gr zugenommen😍 Korvimin und eine UVB Lampe hat er auch.

Wir hoffen halt weil er noch so jung ist das wir vileicht noch was bessern/aufhalten können oder ihm wenigstens noch ein paar Monate schenken können.
Wenns schlimmer wird lass ich ihn natürlich nicht weiter leiden.

Lg Stefanie

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 31. Dez 2017, 11:51
von esmeralda
Hallo Stefanie,

nachdem ich gerade noch einmal in den alten PN's gelesen habe, kann ich dir nun auch mitteilen, wie alt in etwa die betroffenen Degus waren.

Als diese deutlich veränderten Gangbilder auftreten, waren die beiden Brüder aus dem Raum Mönchengladbach mindestens 5 Jahre alt. Beide hatten immer wieder mal Zahnprobleme, die aber mit entsprechenden Gegenmaßnahmen beseitigt werden konnten. Dann fingen sie an, deutlich schlechter bis fast gar nichts mehr zu fressen und infolgedessen an Gewicht zu verlieren. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen, dass über die Jahre immer wieder mal Zahngeschichten dafür ursächlich waren, wurde das Hauptaugenmerk auf diese "Baustelle" gerichtet. Aber nachdem eine umgehend vorgenommene Korrektur kleiner Zahnspitzchen nicht zu einer Verbesserung der Gesamtsituation führte, suchte man weiter. Eines der Tiere musste allerdings in dieser Phase bereits eingeschläfert werden, da es derart abbaute, dass nur noch eine Euthanasie blieb. Das andere Tier berappelte sich wieder und fing erneut mit der Futteraufnahme an. Allerdings erfolgte in den nachfolgenden etwa 6 Wochen ein ständiges Auf und Ab, so dass man sich dann entschied, eine weitere Meinung einzuholen. Dabei wurde dann der ganze Degu geröntgt, was ein erbrachte, dass sich sein komplettes Knochengerüst in einem desolaten Zustand befand. Er wurde dann noch für eine kurze Weile schmerztherapeutisch begleitet, bis es dann nicht mehr zu vertreten war, in länger leben zu lassen.

Die vier anderen Brüder zeichneten sich ebenfalls dadurch aus, dass sie teilweise Zahnpatienten waren. Auffälligkeiten in punkto des veränderten Laufens gab es allerdings wohl erst ab einem Alter von etwa 6 Jahren.

Ab etwa 5 Jahren aufwärts ist oftmals bei Degus meist zufällig zu erkennen, dass sie unter Spondylose bzw. Arthrose leiden. Dies ist eine Degenerationserscheinung, die altersbedingt auftreten kann. Allerdings sieht dies auf den Röntgenbildern anders als, als bspw. Osteodystrophie. Dies hat jedenfalls meine TÄ auf konkrete Nachfrage hin bestätigt.

Alles Gute für den kleinen Ossi! *knuddel*

Re: Behinderter Degu?

Verfasst: 1. Jan 2018, 22:07
von stefanie
Hallo Monika 😊

Vielen dank das du extra nachgeschaut hast, wie bereits gesagt hatten/haben beide Elterntiere starke Zahnprobleme Greea die Mama sogar eine komplette Zahnfehlstellung ich vermute stark das sie wohl überträgerin der Krankheit ist :(
Indemfall muss ich wohl damit rechnen das seine Geschwister auch erkranken da versuche ich aber mit UVB Lampen dagegen zu wirken.
Klein Ossi lässt sich bis jetzt alles gut gefallen und erfreut sich über seine tägliche Nuss.
In ca 3-4 Wochen gehen wir zum kontrollröntgen mal schauen ob es sich verbessert/verschlechtert hat :/

Dank dir kann ich das meiner TA mitteilen da es bis jetzt indemfall die einzigen Fälle sind wo ich jetzt weis.

Lg Stefanie